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LEV informiert: Neue Oberstufe öffnet Gymnasiasten mehr Wahlmöglichkeiten

Die LEV informiert

Liebe Mitglieder der LEV,

wir möchten Sie auf unsere Pressemitteilung Nr. 4/2019 hinweisen:

 

Neue Oberstufe öffnet Gymnasiasten mehr Wahlmöglichkeiten

Das Bayerische Kultusministerium setzt eine der wichtigsten Forderungen der LEV in der aktuellen Gestaltung des G 9 um / Förderung individueller Stärken verbessert

Die Diskussionen um die Struktur der Oberstufe im neuen G 9 finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit in einer Arbeitsgruppe im Kultusministerium statt. Zwei Vertreter des Vorstands der Landeselternvereinigung der Gymnasien in Bayern (LEV) sind daran beteiligt und haben – wie alle anderen Mitglieder des Gremiums – Verschwiegenheit versprochen. Nun hat Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo erstmals einen kleinen Blick auf die Ergebnisse freigegeben.

„Es freut uns Elternvertreter außerordentlich, dass wir mit der Forderung nach mehr Individualität bei der Wahl des Fächerkanons in der Oberstufe bei unseren Gesprächspartnern offene Ohren gefunden haben“, sagt Susanne Arndt, Vorsitzende der LEV. Die künftige Struktur des Gymnasiums wird Oberstufenschülern die Möglichkeit geben, entsprechend ihren Interessen ein "Leistungsfach" zu wählen, in dem der Unterricht vertieft stattfindet. Diese zusätzliche Option gliedert sich in den breit angelegten Fächerkanon ein, der an bayerischen Gymnasien Tradition hat. Er umfasst natur- und gesellschaftswissenschaftliche, sprachliche und künstlerische Disziplinen sowie Sport.

Die Arbeitsgruppe im Ministerium hat sich entschlossen, Deutsch und Mathematik weiterhin als Kernkompetenzen zu behandeln. Sie bleiben für alle Gymnasiasten bis zum Abitur verpflichtend und die Unterrichte finden auf dem erhöhten Anforderungsniveau statt, also in vier Wochenstunden.

Eine weitere Forderung der LEV, die Stärkung der politischen Bildung, ist in der kommenden Struktur der Oberstufe ebenfalls umgesetzt. Die Vermittlung der Wissenschaftspropädeutik im W-Seminar bietet eine intensive Vorbereitung auf den Besuch von Universitäten und Hochschulen.

„Den Eltern ist es besonders wichtig, dass die Gymnasien auf eine fundierte Allgemeinbildung ausgerichtet sind. Nur die intensive Beschäftigung mit sehr verschiedenen Wissensgebieten ermöglicht den Gymnasiasten, Neigungen zu entwickeln und versetzt sie in die Lage, aus der großen Fülle möglicher Berufsrichtungen jene auszuwählen, von denen sie sich am stärksten angezogen fühlen,“ sagt Susanne Arndt. Ein weiterer Effekt ist die Persönlichkeitsbildung, die auch durch selbstbestimmte Handlungsoptionen gefördert wird.

Außerdem wird die neue Oberstufe den Schülern mit einem erweiterten Tableau von „Wahlpflichtfächern“ und „Zusatzangeboten“ umfassendere Chancen zur Ausbildung eines individuellen Profils geben.

Die Neuerungen betreffen ausschließlich das neue neunstufige Gymnasium. Schüler, die noch nach den Vorgaben des G 8 zum Abitur gelangen, unterliegen den bisher geltenden Regeln.

 

Mitgliederversammlung der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V. 2019

 

Seit über 60 Jahren hat die Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V. ehrenamtlich und gemeinnützig die Aufgabe, die Mitverantwortung der Eltern bei der schulischen Erziehung im Bereich der Gymnasien zu verwirklichen. Sie hat den aus dieser Mitverantwortung der Eltern herrührenden Pflichten und Rechten Anerkennung zu verschaffen. Die LEV vertritt mehr als 500.000 Eltern der Schülerinnen und Schüler an bayerischen Gymnasien.

Die Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern (LEV) hat am Wochenende (16.-17.03.2019) ihre jährlich stattfindende Mitgliederversammlung am Gymnasium in Weilheim abgehalten. Die Elternvertreter nutzten die Gelegenheit, ihre Forderungen an die bayerischen Bildungspolitiker sowie die Vertreter des Kultusministeriums deutlich zu machen. Unter dem Motto „Gymnasium – mehr Zeit für Werte und Kompetenzen?“ fassten die Eltern die wichtigsten Anliegen in ihrem Leitantrag zusammen. Darin fordern sie unter anderem, die Lehrerreserve auf mindestens 10 Prozent anzuheben, alle Schulen mit einer soliden Infrastruktur für die Digitalisierung auszustatten, ein bayernweit einheitliches pädagogisches Medienkonzept zu entwickeln und allen Schülern die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs im gesamten Freistaat zu ermöglichen. Außerdem wünschen sich die Eltern, dass die Teilungsgrenze für Schulklassen auf 26 Schüler gesenkt und die Oberstufe im neuen G 9 so gestaltet wird, dass die Schüler das Tableau ihrer Abiturfächer flexibler zusammenstellen können.

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Stundentafel des neunjährigen Gymnasiums ist zur Entscheidung vorbereitet

 

Newsletter 3/2017

Es ist für die LEV sehr erfreulich zu sehen, dass in der Stundentafel für das neue neunstufige Gymnasium viele ihrer Forderungen unmittelbar umgesetzt sind. In dem vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst nun vorgestellten Entwurf findet sich z. B. ein Maximum von Intensivierungsstunden, um deren Erhalt während der Diskussionsphase zu fürchten war. „Es ist dem sehr klaren Votum der Eltern zu danken, dass die Stundentafel so gestaltet worden ist. Deshalb hat sich das aufwändige Engagement des LEV-Vorstands in der dafür verantwortlichen Arbeitsgruppe im Ministerium und der intensive Austausch mit den Verbänden der Direktoren und Lehrer sowie der Schülervertretung absolut rentiert“, sagt Susanne Arndt, Vorsitzende der LEV. Damit hat die LEV innerhalb von wenigen Monaten erneut entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung gymnasialer Bildung im Freistaat genommen. Bereits beim Entwurf zur neuen Ausrichtung der Schulen ist das Ministerium in weiten Bereichen den Forderungen der Eltern gefolgt.

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Die Taktung am Gymnasium wird noch enger

Pressemitteilung der BLLV, München, 25.07.2017

Die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Simone Fleischmann, zur heute vorgestellten neuen Stundentafel für das bayerische Gymnasium:


München - „Alle Erwartungen an die neue Stundentafel für das neunjährige Gymnasium zu erfüllen, gleicht der Quadratur des Kreises. Demnach verwundert es auch nicht, dass der heute vorgelegte Entwurf einige Probleme mit sich bringt.
Die heute von Kultusminister Spaenle vorgestellte neue Stundentafel lässt befürchten, dass die Taktung an den Schulen noch enger wird - für die Hauptfächer stehen nun in vielen Jahrgangsstufen weniger Wochenstunden zur Verfügung. Auch die Zahl der Intensivierungsstunden wurde stark zurückgefahren. Einzelne Fächer verlieren zudem an Kontinuität.

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