LEV informiert: Offener Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder

Die LEV fordert: Kombinieren Sie billiges Bahnfahren für alle mit kostenlosen Fahrkarten für alle Schüler, Studenten und Auszubildende!

 

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Dr. Söder,

die Eltern der bayerischen Gymnasiasten sind sehr erfreut, dass Sie angekündigt haben, die Besteuerung von Bahnfahrkarten zumindest senken zu wollen. Dieses Vorhaben wird sich außerordentlich positiv auf verschiedene Aspekte des täglichen Lebens auswirken: Es wird die Verkehrsdichte auf den Straßen verringern, die Parkplatznot in Ballungsräumen lindern und langfristig die Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs stärken.

Außerdem ist die Maßnahme ein wichtiges Signal im Sinne der Schülerkampagne „Fridays for Future“. Die Eltern unterstützen die Klimaschutzziele ihrer Kinder uneingeschränkt, obwohl es einige Dissonanzen bezüglich der Form des Protestes gibt.

Billigere Bahnfahrkarten senken sicher das Maß des Individualverkehrs und sind deshalb geeignet, die CO2-Emission zu verringern.

Allerdings ist die LEV überzeugt, dass eine isolierte Steuersenkung bei Fahrkarten nicht weit genug reicht. Im vergangenen Jahr haben die Gymnasialeltern eine Petition mit mehr als 20 000 Unterschriften beim bayerischen Landtag eingereicht. Die damals formulierte Forderung besteht noch immer: „Kostenlose, landesweit geltende Fahrkarten für alle kindergeldberechtigten Kinder und Jugendlichen im Freistaat Bayern!“

Ihre Initiative bietet nun eine perfekte Chance, Synergien zu nutzen und die psychologischen Effekte einer Erhöhung der Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs zu steigern.

Dies können Sie durch die Kombination einer Steuersenkung mit der gleichzeitigen Einführung kostenloser Jahresfahrkarten für alle Schüler, Studenten und Auszubildenden in Bayern erreichen.

Wenn Schüler im Freistaat kostenfrei und autark mobil sind, wächst ihre Affinität zur Nutzung von Bahn und Bus. Die LEV ist überzeugt, dass sich das Prinzip der Nachhaltigkeit auf diese Weise besonders gut realisieren lässt.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, bleiben Sie nicht auf halbem Weg stehen. Nutzen Sie Ihren Einfluss in vollem Umfang!

Mit der von der LEV in diesem Brief vorgeschlagenen Maßnahmen-Koppelung entlasten Sie die Eltern finanziell und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Susanne Arndt

Vorsitzende der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V.

 

LEV informiert: Neue Oberstufe öffnet Gymnasiasten mehr Wahlmöglichkeiten

Die LEV informiert

Liebe Mitglieder der LEV,

wir möchten Sie auf unsere Pressemitteilung Nr. 4/2019 hinweisen:

 

Neue Oberstufe öffnet Gymnasiasten mehr Wahlmöglichkeiten

Das Bayerische Kultusministerium setzt eine der wichtigsten Forderungen der LEV in der aktuellen Gestaltung des G 9 um / Förderung individueller Stärken verbessert

Die Diskussionen um die Struktur der Oberstufe im neuen G 9 finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit in einer Arbeitsgruppe im Kultusministerium statt. Zwei Vertreter des Vorstands der Landeselternvereinigung der Gymnasien in Bayern (LEV) sind daran beteiligt und haben – wie alle anderen Mitglieder des Gremiums – Verschwiegenheit versprochen. Nun hat Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo erstmals einen kleinen Blick auf die Ergebnisse freigegeben.

„Es freut uns Elternvertreter außerordentlich, dass wir mit der Forderung nach mehr Individualität bei der Wahl des Fächerkanons in der Oberstufe bei unseren Gesprächspartnern offene Ohren gefunden haben“, sagt Susanne Arndt, Vorsitzende der LEV. Die künftige Struktur des Gymnasiums wird Oberstufenschülern die Möglichkeit geben, entsprechend ihren Interessen ein "Leistungsfach" zu wählen, in dem der Unterricht vertieft stattfindet. Diese zusätzliche Option gliedert sich in den breit angelegten Fächerkanon ein, der an bayerischen Gymnasien Tradition hat. Er umfasst natur- und gesellschaftswissenschaftliche, sprachliche und künstlerische Disziplinen sowie Sport.

Die Arbeitsgruppe im Ministerium hat sich entschlossen, Deutsch und Mathematik weiterhin als Kernkompetenzen zu behandeln. Sie bleiben für alle Gymnasiasten bis zum Abitur verpflichtend und die Unterrichte finden auf dem erhöhten Anforderungsniveau statt, also in vier Wochenstunden.

Eine weitere Forderung der LEV, die Stärkung der politischen Bildung, ist in der kommenden Struktur der Oberstufe ebenfalls umgesetzt. Die Vermittlung der Wissenschaftspropädeutik im W-Seminar bietet eine intensive Vorbereitung auf den Besuch von Universitäten und Hochschulen.

„Den Eltern ist es besonders wichtig, dass die Gymnasien auf eine fundierte Allgemeinbildung ausgerichtet sind. Nur die intensive Beschäftigung mit sehr verschiedenen Wissensgebieten ermöglicht den Gymnasiasten, Neigungen zu entwickeln und versetzt sie in die Lage, aus der großen Fülle möglicher Berufsrichtungen jene auszuwählen, von denen sie sich am stärksten angezogen fühlen,“ sagt Susanne Arndt. Ein weiterer Effekt ist die Persönlichkeitsbildung, die auch durch selbstbestimmte Handlungsoptionen gefördert wird.

Außerdem wird die neue Oberstufe den Schülern mit einem erweiterten Tableau von „Wahlpflichtfächern“ und „Zusatzangeboten“ umfassendere Chancen zur Ausbildung eines individuellen Profils geben.

Die Neuerungen betreffen ausschließlich das neue neunstufige Gymnasium. Schüler, die noch nach den Vorgaben des G 8 zum Abitur gelangen, unterliegen den bisher geltenden Regeln.

 

Mitgliederversammlung der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V. 2019

 

Seit über 60 Jahren hat die Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V. ehrenamtlich und gemeinnützig die Aufgabe, die Mitverantwortung der Eltern bei der schulischen Erziehung im Bereich der Gymnasien zu verwirklichen. Sie hat den aus dieser Mitverantwortung der Eltern herrührenden Pflichten und Rechten Anerkennung zu verschaffen. Die LEV vertritt mehr als 500.000 Eltern der Schülerinnen und Schüler an bayerischen Gymnasien.

Die Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern (LEV) hat am Wochenende (16.-17.03.2019) ihre jährlich stattfindende Mitgliederversammlung am Gymnasium in Weilheim abgehalten. Die Elternvertreter nutzten die Gelegenheit, ihre Forderungen an die bayerischen Bildungspolitiker sowie die Vertreter des Kultusministeriums deutlich zu machen. Unter dem Motto „Gymnasium – mehr Zeit für Werte und Kompetenzen?“ fassten die Eltern die wichtigsten Anliegen in ihrem Leitantrag zusammen. Darin fordern sie unter anderem, die Lehrerreserve auf mindestens 10 Prozent anzuheben, alle Schulen mit einer soliden Infrastruktur für die Digitalisierung auszustatten, ein bayernweit einheitliches pädagogisches Medienkonzept zu entwickeln und allen Schülern die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs im gesamten Freistaat zu ermöglichen. Außerdem wünschen sich die Eltern, dass die Teilungsgrenze für Schulklassen auf 26 Schüler gesenkt und die Oberstufe im neuen G 9 so gestaltet wird, dass die Schüler das Tableau ihrer Abiturfächer flexibler zusammenstellen können.

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Die AFD übernimmt den Vorsitz des Ausschusses für Bildung und Kultus im Bayerischen Landtag

Seit über 60 Jahren hat die Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V. ehrenamtlich und gemeinnützig die Aufgabe, die Mitverantwortung der Eltern bei der schulischen Erziehung im Bereich der Gymnasien zu verwirklichen. Sie hat den aus dieser Mitverantwortung der Eltern herrührenden Pflichten und Rechten Anerkennung zu verschaffen. Die LEV vertritt mehr als 500.000 Eltern der Schülerinnen und Schüler an bayerischen Gymnasien. V.i.S.d.P. LEV Bayern e.V. ©


Pressemitteilung Nr. 4/2018
München, 21.11.2018


Die AFD übernimmt den Vorsitz des
Ausschusses für Bildung und Kultus im Bayerischen Landtag


Bildung kann nur im Diskurs gut gelingen

Der Ausschuss für Bildung und Kultus im Bayerischen Landtag berät federführend Gesetze und Anträge in der Schulpolitik und ist damit ein wichtiger Ansprechpartner für die Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien bislang gewesen. Wir danken dem ehemaligen Vorsitzenden, Herrn Martin Güll MdL a.D., für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in der vergangenen Legislaturperiode.
Die Vorsitzende der LEV Gymnasien, Susanne Arndt, möchte dem neuen Vorsitzenden des Bildungsausschusses mit auf den Weg geben, „dass Verbesserungen in der Schulpolitik nur im Dialog mit den Mitgliedern der Schul-familie gelingen können und digitale Plattformen zur öffentlichen Lehrkräftekritik kein geeignetes Mittel sind, Vertrauen untereinander aufzubauen“. Auszeichnungen wie Schule ohne Rassismus und Schule mit Courage sowie das Modellprojekt Islamischer Religionsunterricht sind für die LEV Gymnasien ein wichtiger Bestandteil der Wertediskussion, die der älteste bayerische Elternverband mit aller Vehemenz vertritt.


Für weitere Fragen stehen Ihnen Susanne Arndt unter 0172 8322178 zur Verfügung.

Mediennutzung an Schulen muss pädagogischen Grundsätzen folgen

Pressemitteilung vom 30.11.2017

bpv, LEV und DV zur Diskussion um das sogenannte „Handy-Verbot“

Die Entscheidung über die Nutzung von Mobiltelefonen und sonstigen digitalen Medien muss aus Sicht des Bayerischen Philologenverbandes (bpv), der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern (LEV) und der Direktorenvereinigung (DV) bei der einzelnen Schule liegen.

Michael Schwägerl, der Vorsitzende des bpv, dazu: „Uns geht es nicht um den Begriff Handy-Verbot, wie das von vielen Seiten kolportiert wird. Uns geht es darum, dass die Schulen über Art. 56 des BayEUG hinaus eigenverantwortlich im Rahmen eines Konzeptes die Mediennutzung regeln können müssen. Aus unserer Sicht ist problematisch, dass sich die Ausnahmeregelung momentan nur auf Einzelfallentscheidungen der Lehrkraft beruft, sodass Schulen, die bereits entsprechende Konzepte haben, hier kein Gestaltungsspielraum eingeräumt wird. Zudem schützt eine schulinterne Regelung auch die Lehrkräfte vor Ort, weil sie eindeutige Entscheidungshilfen haben.“

Der Weg eines pädagogischen Medienkonzepts hat mehrere Vorteile: Die Situation wird an die Gegebenheiten vor Ort angepasst, je nach Schulart und Schulstandort wird es andere Leitplanken geben. Susanne Arndt, Vorsitzende der LEV, betont: „Uns ist wichtig, dass die Mediennutzung eindeutig pädagogischen Grundsätzen folgt. Die Schule ist ein Ort des Lernens und des analogen Miteinanders. Gleichwohl schließt Lernen heutzutage auch digitale Medien mit ein. Eine Öffnung von Schule hin zu einer beliebigen privaten Nutzung von digitalen Medien lehnen wir ab.“

Die Delegierten des bpv verabschiedeten auf der Hauptversammlung in Garmisch-Partenkirchen einen entsprechenden Antrag, wonach die Nutzung im Rahmen eines pädagogischen Medienkonzepts an den Schulen selbst geregelt werden sollte, und zwar in Abstimmung mit Schulleitung, Lehrern, Eltern und Schülern über Lehrerkonferenz und Schulforum. Deutlich wurde aber auch, dass das grundsätzliche Verbot einer außerunterrichtlichen Nutzung und die damit verbundenen Sanktionen aufrechterhalten werden sollen.

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